Bewusste Räume schaffen — für Diversität, Sicherheit und Respekt
Ein Awareness-Konzept definiert, wie eine Institution oder Veranstaltung diskriminierungsfreie, zugängliche und respektvolle Räume schafft und schützt. Es benennt Grundsätze des Miteinanders, benennt Ansprechpersonen und legt Verfahren für den Umgang mit Grenzverletzungen fest. test, test, test. Test . Test
Kulturveranstaltungen bringen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen. Ohne bewusstes Handeln können dabei Ausschlüsse und Diskriminierungen entstehen — durch Programmgestaltung, Kommunikation, räumliche Zugänglichkeit oder strukturelle Barrieren. Awareness ist kein einmaliger Akt, sondern ein kontinuierlicher Prozess der Reflexion und Verantwortung.
Unsere Grundsätze
Nichtdiskriminierung
Wir handeln nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung. Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung, Religion oder sozialer Herkunft hat in unserer Arbeit keinen Platz.
Inklusivität
Wir gestalten Räume, Programme und Kommunikation so, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich und einladend sind. Inklusion ist kein nachträglicher Zusatz, sondern Grundlage unserer Arbeit.
Zugänglichkeit
Wir setzen uns für barrierefreien Zugang zu Veranstaltungen, Informationen und Ressourcen ein — in physischer, sprachlicher, sensorischer und ökonomischer Hinsicht.
Intersektionalität
Diskriminierungen überschneiden und verstärken sich gegenseitig. Unsere Arbeit berücksichtigt das Zusammenwirken verschiedener Ungleichheitsdimensionen und vereinfacht sie nicht auf eine einzige.
Vertraulichkeit & Sicherheit
Personen, die Grenzverletzungen melden, werden ernst genommen und vertraulich behandelt. Der Schutz betroffener Personen hat stets Vorrang vor institutionellen Interessen.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Awareness ist kein abgeschlossenes Konzept, sondern ein lebendiger Prozess. Wir reflektieren unsere Praxis regelmäßig, hören auf Rückmeldungen und entwickeln uns weiter.
Dimensionen von Diversität
Der Multiplicity Pilot erfasst Diversität entlang folgender Dimensionen. Sie bilden die Grundlage für den Diversity Check und die Auswertung im Programmtool.
Awareness-Konzept für Ihre Institution
Ein wirksames Awareness-Konzept ist mehr als ein Dokument — es ist ein gelebtes Bekenntnis. Es schafft Klarheit für das Team, Sicherheit für Besucher:innen und Künstler:innen und eine Grundlage für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Die folgenden Elemente bilden den Kern eines robusten Awareness-Konzepts. Sie lassen sich auf die spezifische Situation Ihrer Institution anpassen und schrittweise umsetzen.
Bestandteile eines Awareness-Konzepts
Klare Verhaltensrichtlinien für Veranstaltungen und den Arbeitsalltag
Benannte Awareness-Ansprechpersonen mit klar definierten Aufgaben
Zugängliche und niederschwellige Meldewege für Betroffene
Verbindliche Verfahren für den Umgang mit Grenzverletzungen
Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Teams
Öffentliche Kommunikation des Konzepts an Besucher:innen
Regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung des Konzepts
Projektpartner
D—Arts Projektbüro für Diversität
D—Arts ist ein österreichweites Projektbüro, das Kulturinstitutionen bei der strukturellen Öffnung und Diversitätsentwicklung begleitet. Mit einem Netzwerk von über 100 Expert:innen aus Beratung, Kuration, Dramaturgie und Kulturwissenschaft unterstützt D—Arts Institutionen dabei, konkrete Schritte in Richtung Diversität zu gehen — darunter die Entwicklung und Umsetzung eigener Awareness-Konzepte.
D—Arts ist Mitentwicklungspartner des Multiplicity Pilot. Die Expertise von Dr. Ivana Pilić (D—Arts) hat die Grundlagen des Diversity Checks und dieses Awareness-Konzepts maßgeblich geprägt.
Unser Engagement
Der Multiplicity Pilot wurde entwickelt, um Diversität im Kulturbetrieb sichtbarer und messbarer zu machen. Wir verstehen das als Verpflichtung — gegenüber den Institutionen, die das Tool nutzen, und gegenüber den Menschen, deren Teilhabe an kulturellen Räumen davon abhängt. Dieses Awareness-Konzept ist Teil dieser Verpflichtung und wird regelmäßig gemeinsam mit Expert:innen aus dem Bereich Diversität und Diskriminierungsschutz überprüft und weiterentwickelt.